Mir gefällt es ganz gut, dass die Banksy-Technik nun im deutschen Stadtbild angekommen ist. Auch wenn das Problem der fehlenden Eigentümereinwilligung nicht beseitigt ist, hat die Arbeit mit der Schablone und der Farbe seine Vorteile. Die aus meiner Sicht nicht mal schönen, sondern bloß störenden Tags von Gangs und Jugendgruppen können einfacher ersetzt werden. Die Schablone produziert zumindest ein "sauberes" irgendwie klareres Bild. So detailverliebt, wie im unteren Bild, sind freihändige Wandverzierungen ansonsten eben nicht immer.
Mittwoch, 29. Dezember 2010
Freitag, 8. Januar 2010
kandinsky lebt!
Das Prinzip der inneren Notwendigkeit war schon Thema eines anderen Eintrags - und doch lässt es nicht los. Wer geprägt durch dieses Prinzip - der Effekt heißt wohl Priming? - und auf der Suche nach dessen Spuren durch die Straßen geht, wird manchmal fündig.
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Wassily Kandinsky
Mittwoch, 30. Dezember 2009
jahre tage
Das vergangene Jahr hatte unterschiedliche Titel: Mendelssohn-Jahr, Bauhaus-Jahr. So steht auch 2010 unter vielfältigen Zeichen: Chopin, Schumann und Melanchthon gehören neben vielen Weiteren zu den bedachten bekannten Persönlichkeiten. Ihre Heimat- und Ruhestätten sowie die Orte ihrer Lebensstationen und andere sammeln Ausstellungen, Vorlesungsveranstaltungen, Lesungen und Konzerten, die des jeweiligen Jahrestitelträgers gedenken. Sie feiern den 200. Geburtstag eines Künstlers, den 90. Geburtstag einer Kunstbewegung - man darf gespannt sein, zu welcher Steigerung der Festivitäten sich die betroffenen Städte anlässlich des 100. Geburtstages aufraffen. Und bei den zahlreichen Ereignissen der letzten Jahrhunderte wo fängt man an und wo auf? Nimmt man neben den Geburtstagen die Todestage hinzu, vervielfältigen sich die Möglichkeiten der Ehrung weiter.
Ist dies ein ehrenvolles Gedenken von Geschehenem, ein Lebendig halten von Kultur oder ein Versuch Reiseziele anzupreisen und neue Publikumskreise zu akquirieren? Auch wenn dieses Gedenken bereits seit einiger Zeit praktiziert wurde, scheint mir doch der Titel "*Jahr" und die große Aufmerksamkeit für die in diesem Rahmen angebotenen Freizeitvergnügen eine recht neue Erscheinung der letzten Jahre zu sein. Wie dem auch sei, interessant ist es in jedem Fall sich fokussiert mit verschiedenen Facetten eines Themas zu beschäftigen, um es sich so differenzierter zu erschließen - die Informationen bleiben außerdem länger im Gedächtnis verhaften - und dazu bietet das Brimborium der Jahre vielfältige Möglichkeiten. Also lasst uns in diesem Jahr freuen auf Chopin und Schumann!
Ist dies ein ehrenvolles Gedenken von Geschehenem, ein Lebendig halten von Kultur oder ein Versuch Reiseziele anzupreisen und neue Publikumskreise zu akquirieren? Auch wenn dieses Gedenken bereits seit einiger Zeit praktiziert wurde, scheint mir doch der Titel "*Jahr" und die große Aufmerksamkeit für die in diesem Rahmen angebotenen Freizeitvergnügen eine recht neue Erscheinung der letzten Jahre zu sein. Wie dem auch sei, interessant ist es in jedem Fall sich fokussiert mit verschiedenen Facetten eines Themas zu beschäftigen, um es sich so differenzierter zu erschließen - die Informationen bleiben außerdem länger im Gedächtnis verhaften - und dazu bietet das Brimborium der Jahre vielfältige Möglichkeiten. Also lasst uns in diesem Jahr freuen auf Chopin und Schumann!
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Jahrestage
Freitag, 18. Dezember 2009
Montag, 14. Dezember 2009
Kunst im öffentlichen Raum - Igor Mitoraj u.a.
Die Kunst in einem öffentlich zugänglichen Raum hat es einfacher und schwerer als Museumskunst: Einerseits kommt kein aufmerksamer Vorbeigehender um sie herum, andererseits sind sie nicht eins mit den Alltagsgegenständen der Umgebung. Ein Museum bezweckt nichts anderes als die Beherbergung und Ausstellung von Gegenständen, während Straßen und Plätze dem gesamten öffentlichen Leben ohne Fokus auf ästhetische Fragen dienen. Kunst (hier einmal eng als "von Künstlern erkauft" verstanden) kommt daher unerwartet und überraschend, so dass die Ansprüche Vieler an derartige Gegenstände auch ganz andere sein werden: Wie verhält sich das Objekt zur Umgebung? Störend oder ästhetisch eingepasst? Ist eine Bedeutung gerade auch zur Umgebung ableitbar? Außerdem dürfte das Hintergrundwissen des Betrachters im Regelfall dürftiger sein - ein Museum informiert durch Schautafeln umfassender als der öffentliche Platz.
Aus diesen Gründen ist häufig Ratlosigkeit zu erleben. Die oben abgebildete von Igor Mitoraj hat seit 2003 ihren Platz auf dem Krakauer Hauptmarkt gefunden. Es ist nicht leicht ohne iPhone den Künstler herauszufinden, es fällt auch nicht leicht den leeren Kopf dem Turm dahinter zuzuordnen. Umso erfreulicher ist daher, dass auf dem Photo ein Kran hinter dem Kopf aufragt. Häkelprojekte oder Strickattacken wie die in Australien sind wohl schlicht Geschmackssache. Das Problem der fehlenden Information und Einbeziehung der Öffentlichkeit behebt die interaktive Kunst, wofür die Projekte von Liselot van der Heijden - insbesondere fällt in dem Zusammenhang Rear Window von 2001 ein - ein Zeugnis abgeben. Sie zeigt bspw. einen Film in einem Schaufenster, dessen Figuren wiederum mit einem Fernglas den Zuschauer zu beobachten scheinen. Klare Aussage, klare Einbeziehung und wahrscheinlich demzufolge eine unmittelbare Reaktion der Zuschauer. Wenn die Kunst im öffentlichen Raum das nicht schafft, was nützt ihr dann die Öffentlichkeit?
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Kunst im öffentlichen Raum
Freitag, 11. Dezember 2009
Gesellschaften und das Rechtsbewusstsein
In einem Aufsatz von Robert Cooter in der Fordham Law Review von 2006 fand ich folgende, für jeden kulturinteressierten Gesetzesbrecher erhellende Passage:
"First, people in different societies respect and disrespect different laws, and the patterns often seem arbitrary or random. When I was visiting a Swiss colleague, we walked to a department store in Berne . At the store's entrance, the shoppers left bags, bundles, and babies while they nipped inside. I remarked to my colleague, "An American who did this in San Francisco would have his bags and bundles stolen, and he would be arrested for leaving his baby unattended. The Swiss are remarkably honest." He replied, "While I was teaching in Berkeley , I was amazed to find that students seldom cheat on exams. Swiss students think that cheating on exams is their right, and helping others to cheat is their duty." Some data supports the point of this anecdote--that people in different societies internalize and externalize different legal obligations in unpredictable patterns."
Verrückte Leute!?
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Samstag, 7. November 2009
geheimdienst ausspioniert
Article 12 was an exhibition shown at Stroom in The Hague from April to June, 2008. The exhibition, as well as the works within it, fulfilled Jill Magid's commission for the Dutch secret service (AIVD). The AIVD has since censored and confiscated some of the works that were on view, as well as a book Magid wrote afterwards on her experience working with the service." Jill Magid ist die umstrittene Künstlerin, die mit Vorliebe in diejenigen Organisationen, deren Funktion es ist, Menschen zu überwachen, möglicherweise auszuspionieren, eindringt, um es ihnen umgekehrt gleichzutun. Seit Article 12 hat sie weitere Ausstellungen dieser Art veranstaltet, seit September bis Januar ist die Ausstellung "Authority to Remove" in der Londoner Tate Modern zu sehen.
Ob die Künstlerin nun tatsächlich derart tief in die Struktur des Geheimdienstes eindrang und auf diese Art zur Gefahr wurde, ist nicht ganz sicher. Der niederländische Geheimdienst präsentiert eine leicht andere Version: er habe Jill Magid nicht als "consultant" angeheuert, sondern sie sollte ein Kunstwerk für das neue Gebäude schaffen und so weiter. Diese Umstände scheinen doch etwas merkwürdig, aber die Idee fasziniert. Kunst ist zum anschauen da (wird etwa Kunst erst durch einen Betrachter zur Kunst?), Geheimdienste zum schauen. Kunst versucht eine Neuinterpretation des Erlebten und Geheimdienste suchen Erlebnisse. Kunst versucht eine Reaktion hervorzurufen, Geheimdienste sollen präventiv Reaktionen verhindern? Ob diese Gegenüberstellungen so zwingend sind, sei dahingestellt, sicher könnte man ganz andere Gegensätze und Parallelen hervorheben. Sicher ist aber, dass die Interaktion zwischen dem Medium und dem Sujet ein besonders prägendes Element der Arbeiten von Jill Magid sind und einen wesentlichen Bestandteil der von ihr ausgehenden Faszination ausmachen. Zum Sujet gehören dann wohl auch die etwas chimärenhaften Geschichten der Informationsquellen un über diese selbst.
Ob die Künstlerin nun tatsächlich derart tief in die Struktur des Geheimdienstes eindrang und auf diese Art zur Gefahr wurde, ist nicht ganz sicher. Der niederländische Geheimdienst präsentiert eine leicht andere Version: er habe Jill Magid nicht als "consultant" angeheuert, sondern sie sollte ein Kunstwerk für das neue Gebäude schaffen und so weiter. Diese Umstände scheinen doch etwas merkwürdig, aber die Idee fasziniert. Kunst ist zum anschauen da (wird etwa Kunst erst durch einen Betrachter zur Kunst?), Geheimdienste zum schauen. Kunst versucht eine Neuinterpretation des Erlebten und Geheimdienste suchen Erlebnisse. Kunst versucht eine Reaktion hervorzurufen, Geheimdienste sollen präventiv Reaktionen verhindern? Ob diese Gegenüberstellungen so zwingend sind, sei dahingestellt, sicher könnte man ganz andere Gegensätze und Parallelen hervorheben. Sicher ist aber, dass die Interaktion zwischen dem Medium und dem Sujet ein besonders prägendes Element der Arbeiten von Jill Magid sind und einen wesentlichen Bestandteil der von ihr ausgehenden Faszination ausmachen. Zum Sujet gehören dann wohl auch die etwas chimärenhaften Geschichten der Informationsquellen un über diese selbst.
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schützenswerte schwangerschaften
Article X SECTION 21 of Floridas Constitution regelt detailliert, wie man mit schwangeren Schweinen umzugehen hat. Warum ausgerechnet Schweine? Und warum Schweine vor Minderjährige, zu deren Schwangerschaften Section 22 der Constitution sich auslässt? Vor allem: warum in der Verfassung, das höchste Recht Floridas. Kurios finde ich...
Limiting cruel and inhumane confinement of pigs during pregnancy.--Inhumane treatment of animals is a concern of Florida citizens. To prevent cruelty to certain animals and as recommended by The Humane Society of the United States, the people of the State of Florida hereby limit the cruel and inhumane confinement of pigs during pregnancy as provided herein.
(a) It shall be unlawful for any person to confine a pig during pregnancy in an enclosure, or to tether a pig during pregnancy, on a farm in such a way that she is prevented from turning around freely.
(b) This section shall not apply:
(1) when a pig is undergoing an examination, test, treatment or operation carried out for veterinary purposes, provided the period during which the animal is confined or tethered is not longer than reasonably necessary.
(2) during the prebirthing period.
(c) For purposes of this section:
(1) "enclosure" means any cage, crate or other enclosure in which a pig is kept for all or the majority of any day, including what is commonly described as the "gestation crate."
(2) "farm" means the land, buildings, support facilities, and other appurtenances used in the production of animals for food or fiber.
(3) "person" means any natural person, corporation and/or business entity.
(4) "pig" means any animal of the porcine species.
(5) "turning around freely" means turning around without having to touch any side of the pig's enclosure.
(6) "prebirthing period" means the seven day period prior to a pig's expected date of giving birth.
(d) A person who violates this section shall be guilty of a misdemeanor of the first degree, punishable as provided in s. 775.082(4)(a), Florida Statutes (1999), as amended, or by a fine of not more than $5000, or by both imprisonment and a fine, unless and until the legislature enacts more stringent penalties for violations hereof. On and after the effective date of this section, law enforcement officers in the state are authorized to enforce the provisions of this section in the same manner and authority as if a violation of this section constituted a violation of Section 828.13, Florida Statutes (1999). The confinement or tethering of each pig shall constitute a separate offense. The knowledge or acts of agents and employees of a person in regard to a pig owned, farmed or in the custody of a person, shall be held to be the knowledge or act of such person.
(e) It is the intent of this section that implementing legislation is not required for enforcing any violations hereof.
(f) If any portion of this section is held invalid for any reason, the remaining portion of this section, to the fullest extent possible, shall be severed from the void portion and given the fullest possible force and application.
(g) This section shall take effect six years after approval by the electors.
History.--Proposed by Initiative Petition filed with the Secretary of State August 5, 2002; adopted 2002.
Montag, 2. November 2009
contemporary artists: jeff koons und approbation art
Jeff Koons ruft recht gespaltene Eindrücke hervor. Das Hanging Heart aus der Celebration Series auf der einen Seite - oder die riesen Puppy - sind nicht umsonst weltbekannt. Ihre Größe, ihre Verarbeitung, ihre Farben sind schillernd, "man" ist beeindruckt. Auch seine hyperrealistischen Bilder faszinieren wegen ihrer Plastizität. Auf der anderen Seite aber produziert Jeff Koons viele Nachahmungen von bereits Gewesenem - bewusst und daher strenggenommen in der Tradition der manipulierende Kopien zur Philosphie erhebenden Appropriation Art. Er verfremdet das Gefundene durch veränderte Materialien, Größen und Farben, aber dennoch sind die Abbilder häufig so nahe am Original, dass die Eigenständigkeit durchaus legitim in Frage gestellt werden darf. Man denke nur an die verschiedenen Urheberrechtsprozesse, den Verlorenen gegen den Fotografen Art Rogers wegen der 1987 hergestellten Abbilder von Puppies nach einem Foto, oder den Gewonnenen um 2000 gegen die Fotografin Andrea Blanch. Der künstlerische Schaffenzprozess ist damit zumindest reduziert. Zumal er seine auch technisch anspruchsvollen Arbeiten mit stainless steel mit einem Haufen von Mitarbeitern in einer Werkstatt produziert. All das ist Pop Art auf die Spitze getrieben, denn die Kunst selbst Teil wird des Konsumdenkens. Die Kunst selbst ist produziert.
Die erste Retrospektive - in Versailles im letzten Jahr- brachte hingegen die faszinierenden Facetten der Objekte von Jeff Koons recht vorteilhaft zur Geltung. Merkwürdigerweise wirken die Objekte in der prunkvollen Umgebung des barocken Schlosses nur zum Teil fremd. Einerseits zeigt dies, wie viel Nachahmung doch in dem Werk aufzuzeigen ist. Andererseits glänzt stainless steel passend wie das die Skulpturen umgebende Gold, sie nehmen den barocken Glanz auf. Andere Objekte, wie die Tierfuguren sprengen dann doch den steifen Rahmen und weisen auf kindlichere Spiele hin als es die Ornamente der Räume ursprünglich vorsahen. Diese Interaktion zwischen Raum und Objekt ist jedenfalls nicht nur äußerst ästhetisch, sie gibt auch viel Raum für Interpretation: Ist die Konsumkultur nur auf nivellierterem Niveau neu erstandener, im Kern jedoch bereits bekannter barocker Zug? Ist dann nicht die neudefinierende Nachahmung der Approbation Art ehrlicher - weil alles in Traditionen wiedergefunden werden kann? Oder geht es nur darum, Objekte möglichst glänzend und prunkvoll in Szene zu setzen, Ehrfurcht hervorzurufen? Mag man auch den künstlerischen Prozess bei Jeff Koons kritisch sehen, zumindest beeindruckend allein wegen ihrer Größe sind die Arbeiten schon. Sie haben immerhin Resonanz.
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Freitag, 30. Oktober 2009
tracklist
Wenn ich einmal eine Musik ins Herz geschlossen habe, höre ich sie gerne am Endlosband. Vielleicht weil Repetition grundsätzlich beruhigend wirkt, vielleicht weil Bekanntes weniger anstrengt als Neues mögen zu lernen. Die folgenden Stücke und CDs jedenfalls wären gut dazu geeignet, in diese Endlosschleife aufgenommen werden.
- David Fray spielt von Schubert die Moments musicaux op. 94 D 780 Nr. 1-6 auf seiner neuen CD. Und zwar so weich, verträumt, melancholisch, leicht, ohne ins allzu romantisierende abzugleiten. Wundervoll.
- Das Gitarrenkonzert von Joaquin Rodrigo, Concierto de Aranjuez fasziniert mich schon wegen seiner Entstehungsgeschichte - in den Kriegswirren 1939 und in Gedenken an den todgeborenen Sohn geschrieben - wegen seiner Rezeption - wie viele filmische Liebesszenen werden durch den 2. Satz untermalt - und wegen der einfach angenehmen Mischung aus klassischer kaum dissonanter Musik, spanischen Klängen und irgendwas.
- Die CD Nr. 2 der Puppini Sisters mit dem etwas langen und merkwürdigen Namen "The Rise & Fall of Ruby Woo" zeigt deutlich den Fortschritt der Band seit ihrer ersten CD. Die Intonation ist erfreulicher, die Präsentation etwas entspannter.
Mittwoch, 28. Oktober 2009
skandalöse kunst - kunstskandale
Die deutschen Kunstskandale scheinen ihre Ursache häufig - wahrscheinlich hoch simplifiziert aber immerhin doch als roter Faden erkennbar - in Darstellung oder Zurschaustellung von Sex, Drugs, und Rechtsradikale oder Religion zu haben. Als anstößig empfand man 1963 den ornanierende Junge von Georg Baselitz, erst vor kurzem den goldenen Hitlerzwerg von Otmar Hörl. Immendorf hat die Öffentlichkeit mit Drogenexzessen geschockt. Natürlich lassen sich auch "Skandale" wie die Fettecke von Joseph Beuys, die von einer übereifrigen Reinigungsfachkraft entfernt wurde, in eine Reihe von Kunstskandalen aufnehmen. Aber solch ein Vorkommnis skandalisiert nicht Künstler oder Kunst, sondern im Gegenteil ein fehlendes "Kunstverständnis" Vieler (obwohl es nun auch einer Art Avantgarde wohl ansteht, Vorreiter zu sein und Neues, Vielen zunächst nicht Zugängliches zu produzieren). Die Aufsehen erregenden, Anstand verletzenden Themen der Kunst und Künstler selbst scheinen also doch grob erfasst.
Als 1963 Georg Baselitz seine Bilder "Die große Nacht im Eimer" und "Der nackte Mann" in seiner ersten Einzelausstellung der Berliner Galerie präsentiert, beschlagnahmte die Polizei diese anstößigen Objekte. Eines zeigt einen Zwerg oder Jungen, der mit übergroßem Geschlechtsorgan onaniert. Bereits morgens um vier Uhr veröffentlichte eine Zeitung die Schlagzeile "Sittenskandal am Kurfürstendamm". Der Prozess zog sich hin, erst der BGH hat das Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt. Heute gehört das Bild zum Bestand des Museum Ludwig in Köln.

Der Nürnberger Kunstprofessor Otmar Hörl ist seit Juli 2009 einem Strafverfahren ausgesetzt, da seine goldenen Gartenzwerge, die ihre rechte Hand zum Hitlergruß erheben, möglicherweise einen Straftatbestand der Verwendung. Ein Unbekannte hat die Skulptur in einer Nürnberger Galerie gesehen und sich öffentlich beschwert, und das obwohl der Zwerg in zwei Ausstellungen in Gent und Bozen allenfalls eine angeregte Diskussion ausgelöst hat.
Eine Frage drängt sich aber doch auf: schön muss man die Objekte nicht finden, als anstößig kann man sie vielleicht betrachten, aber ist es Aufgabe der Polizei, der Strafgerichte ein ausgelöstes Unwohlsein in strafrechtliche Sanktionen umzuwandeln? Natürlich bedeutet künstlerischer Ausdruck keine Lizenz zur vollkommenen Freiheit, kein Künstler lebt in einem rechtsfreien Raum. Aber wo ist der Sinn für Ironie, für Überzeichnung und Vielschichtigkeit von Kunstdeutungen. Der Zwerg weist doch auf die wahre geistige Kleinheit des Nazi-Regimes hin. Der onanierende Junge mag auf die Überbetonung der Geschlechtsorgane im Westen oder Ähnliches hinweisen. Es gibt viele Sichtweisen auf Kunst und die ästhetische ist sicher nur eine davon. Inwiefern daraus eine Strafbarkeit folgt ist eine diffizile Abwägung im Einzelfall. Insgesamt dürfte aber für Kunstskandale regelmäßig - wie im Fall von Baselitz - das Strafrecht als zu schweres Schwert zu sehen sein und die Geringfügigkeit des Vergehens ein angemessenes Verdikt.
Mittwoch, 21. Oktober 2009
alltäglich schönes: cafés
In Cafés rumzuhängen ist eine wunderschöne Sache. Ein Freund meint allerdings jedesmal, wenn ich nicht gesprächig bin und eigentlich eine gepflegte Lektüre einer gepflegten Konversation vorziehe würde, dass ich wieder "im Café" sei. Er meint wohl verträumt. Er meint wohl, Kaffee trinken kann man auch zu Hause, selbst Kuchen backen ist günstiger und man kennt sämtliche Zutaten. Aber diese besondere Stimmung, die sich daraus zusammensetzt, neue Kuchen auszuprobieren, Kaffee mit irgendeinem merkwürdigen flavour zu bestellen, einfach nur einen richtigen Cappuccino zu genießen - und aber auch fremde Menschen im Blick zu haben, eine abwechslungsreiche Einrichtung aufzunehmen und sich einfach mal was anderes zu gönnen -, diese Stimmung, die gibt es zu Hause einfach nicht. Im Café sein ist ein bisschen wie auf einer Insel sein.
Mittwoch, 7. Oktober 2009
die vereinigung jiddischer polizisten
Dieser merkwürdig verschwörerische Titel hat mich angezogen - und tatsächlich das neuere Buch von Michael Chabon kann mehr als andere Krimis. Wobei auch die Kriminalgeschichte als plot selbst hübsch ist. Der Polizist Landsman findet in seinem ihm als Wohnung dienenden Hotel einen Mann tot auf. Die einzigen beiden Hinweise, ein begonnenes Schachspiel und ein jüdischer Gebetsriemen führen zu einem Schachclub und den Verbover Chassidim. Deren mächtigster Rebbe der Gegend, Shpilman, so kommt heraus ist der Vater des Ermordeten Mendel Shpilman. Mendel zeigte schon früh eine Begabung für Übersinnliches, so dass er als »Tzaddik ha-Dor« (Gerechter seiner Generation) gehandelt wird. Bevor er ausbricht und Heroinsüchtiger wird und ermordet wird. Hinweise der Mutter Shpilman führen zu einem jüdischen Ernüchtigungslager... Ein Hinweis führt zum anderen - wie es sich für saubere deduktive Dedektivarbeit gehört, sehr gradlinig, fast ohne falsche Fährten. Landsman ist ein verkommener Harter. Ich hatte das Gefühl, mich auf diesem seltsamen Territorium zwischen Babel und Chandler zu bewegen. Ich wollte gewissermaßen die Tradition des hartgesottenen amerikanischen Detektivromans judaisieren. Aber wegen seiner auch selbstzweifelnden, alkoholismusgetränkten selbstzerstörerischen Art weniger hart als bei Raymund Chandler finde ich. Sein Compagnon beim dedektieren der Vernünftige, der ihm aber grundsätzlich folgt. Und nicht zu vergessen seine Ex-Frau als sein Chef, die ihm aber letztlich doch mit viel Verbissenheit für den Fall zur Seite steht. Also auch dedektivtechnisch sehr vielseitig.
Die um und in diesen Plot verflochtenen Themen aber sind es, die einem in ihrer Fülle den Atem rauben (sie verlangsamen leider auch manchmal die Erzählzeit): Judentum, Schach, Ehe und Familie, Politik, Geschichte, Drogensucht und Alkoholismus, ein wenig auch Homosexualität. Meistens flicht Micheal Chabon - so scheint mir - seine Informationen dazu sehr nebensächlich an. Die alternative Geschichte zum Beispiel. Erst allmählich setzt sich zusammen, dass die Geschichte seit dem zweiten Weltkrieg in dem Roman eine andere ist als unsere. Einen Atombombenabwurf im Jahre 1946 auf Berlin ist eher beiläufig erwähnt. Israel wurde nicht gegründet, stattdessen finden Juden auf Zeit Platz in Sitka, Alaska, die sich dort eine Zwischenexistenz aufgebaut haben. Und das ganze sprachlich wunderschön verpackt. Sehr blumig, ungewöhnliche Kombinationen aber sehr treffend und auch witzig geschrieben - finde ich. Auf jeden Fall ein reicher (Kriminal-)roman.
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Dienstag, 6. Oktober 2009
nobelpreisrätseln
Bei weitem kenne ich nicht alle Literaten, die für den diesjährigen Literaturnobelpreis gehandelt werden. Diese Wettliste scheint mir daher sehr informativ. Amos Oz ist also Favorit, einer der mir sprachlich und thematisch auch sehr zusagt. Andererseits - Phillip Roth ist dem Preis oft nah gewesen und hat ihn letztlich doch nicht bekommen. Man wird sehen. Daneben kann über den "Nobelpreis für Ökonomie" seine Einschätzung abgeben. Den Wettquoten zufolge, wird Eugene Fama ganz oben gehandelt. Wobei Oliver Williamson wegen seiner grundsätzlichen Arbeit zur Organisation und Transaktionskosten-Theorie mir als ein sehr würdiger Kandidat erscheint. Insgesamt aber ist die Liste mit sehr vielen Amerikanern bevölkert, wieder mal nicht eine Frau darunter.
Dieser "Wirtschaftsnobelpreis" ist hingegen gar kein normaler Nobelpreis. Es ist genau genommen der Preis für Wirtschaftswissenschaften der Schwedischen Reichsbank gestiftet in Andenken an Alfred Nobel. Alfred Nobel selbst hat entsprechend seiner eigenen Interessen nur fünf Disziplinen, drei Naturwissenschaften, Literatur und Frieden, eingerichtet. Seit 1969 hingegen verleiht die Schwedische Reichsbank daneben den "Wirtschaftsnobelpreis". Friedrich Hayek, österreichischer Ökonom und Preisträger, legte in einer Rede Zweifel an der Funktion eines derartigen Preises dar: "Es handelt sich darum, dass der Nobelpreis einem einzelnen eine solche Autorität gibt, wie sie in der Wirtschaftswissenschaft niemenad besitzen sollte. In den Naturwissenschaften ist dies nicht schlimm. Hier ist der Einfluß, den ein einzzelner ausübt, ein Einfluß auf seine Fachgenossen, und diese werden ihn schnell auf das richtige Maß beschneiden, wenn er seine Kompetenz überschreitet. Aber der Einfluß des Nationalökonomen, auf den es hauptsächlich ankommt, ist ein Einfluß auf Laien, auf Politiker, Journalisten, Beamte und auf die Öffentlichkeit im allgemeinen." Seine Lösung: "Oder Sie sollten zumindest bei Verleihung des Preises den Empfänger an den weisen Rat eines der Großen in unserem Fach erinnern, an Alfred Marshall, der einmal schrieb: Sozialwissenschaftler müssen den Beifall der Mass fürchten: Der Teufel ist mit ihnen, wenn alle Leute gut von ihnen sprechen."
Derartige Überlegungen zu den Folgen des Preises für das Verhalten der Preisträger scheinen mir typisch ökonomisch. Alfred Nobel hingegen hatte seinem Testament nach zu urteilen wohl weniger die Zeit nach der Preisvergabe im Blick, als die Ehrungen von in der Vergangenheit bereits gezeigten besonderen Verdiensten. Denn es soll derjenige geehrt werden, der der Menschheit wertvolle Dienste geleistet hat; der Literaturpreis an denjenigen vergeben werden, "der im idealistischen Sinne das größte literarische Werk hervorgebracht haben wird". Mit der zunehmend wahrgenommenen Bedeutung der Ökonomie hat die Reichsbank ein weiteres Verdienstfeld gesehen und die Tradition und Berühmtheit der Nobelpreise für eine Ergänzung genutzt. In diesem Sinne ist dann doch aber auch der Wirtschaftspreis in erster Linie eine Ehrung für Dienste an der Menschheit und erst in zweiter Linie ein Problem für Anreiztheoretiker. Somit ist die Frage, wie die Komitees die Verdienste von Amos Oz, Eugene Fama und den anderen Nobelpreisverdächtigen einschätzen. Am 8. Oktober wird der Name des Literaturpreisträgers, am 12. Oktober der des Wirtschaftspreisträgers bekannt gegeben.
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Samstag, 3. Oktober 2009
mauvenfarbene auren
"Die Hexen von Eastwick" von John Updike ist ein merkwürdig schillernder Roman. Eine der drei Hexen von Eastwick, Alexandra, hat eine besondere Gabe; Menschen umgebende, farbige, leuchtende Auren wahrzunehmen. Dann sieht sie eine pulsierende, mauvenfarbene Aura, es leuchtet schwach der erdige Ton des Pfarrers und Geliebten der befreundeten Hexe - oder so ähnlich. Nun, dachte ich zunächst, was für ein Quatsch. Und auch Wikipedia steht derartigen Wahrnehmungen skeptisch gegenüber: "Als Aura oder Energiekörper eines Menschen wird in verschiedenen esoterischen Lehren eine Ausstrahlung bezeichnet, die für psychisch oder anderweitig entsprechend empfindsame Menschen als Farbspektrum, das den Körper wolken- oder lichtkranzartig umgibt, wahrnehmbar sein soll." Diese Skepsis nährt sich weiter durch ernsthafte google-Recherchen, bei der man auf folgende Weisheiten stößt. "Blau bedeutet Klarheit. Die Menschen mit blauer Aura-Energie erschaffen Klarheit mit ihrer Stimme, bringen klare Gedanken und Energien verbal in düstere Gefilde, wenn sie sich in der entsprechenden Umgebung befinden. Sie werden auf diesem Planeten sehr gebraucht, und besonders in Deutschland. In den USA ist blau weniger notwendig, die Strukturen sind klarer, dafür fehlt es an orangefarbenen Energien. Der Dalai-Lama hatte früher silberne Aura-Energie: seherisch, spirituell, tiefreligiös im besten Sinne. Bis er sich mit dem Westen einließ... Falls du mal vor einer stehst, die einen goldenen Energiekreis hat, dann ist es ein Engel oder etwas dergleichen! Auf jeden Fall kein „normaler“ Mensch." Normal ist ein hochkomplexes Konzept. Dessen Verwendung in diesem Kontext mich jedenfalls davon abgeschreckt, tiefer in die Esoterik der Feinstofflichkeit einzudringen.
Wenn man trotz derartiger Merkwürdigkeiten wohlwollend und gepflegt über Auren sinniert, lassen sich in der Tat zu einigen Personen Farben assoziieren. Als schönes Spiel. Die Frage ist nur, inwiefern dieses Spiel aussagekräftig ist; sagt es mehr über die mit Farben versehene Person, oder den Spieler selbst? Wahrscheinlich Letzteres. Der Neuropsychologe Jamie Ward veröffentlichte 2004 eine Studie, in der er die Fähigkeit, Auren wahrzunehmen, Synästhetikern zuschreibt. Solche Menschen, die Emotionen und Farben verbinden, scheinen danach auf diese Art ihr eigenes Verhältnis zu anderen Personen wahrzunehmen. Eine angenehm systematisch klare Erklärung, ohne nervenaufreibende Feinstofflichkeit. Allerdings verschärft diese Erklärung meine Bedenken gegenüber der Figur der Hexe Alexandra aus "Die Hexen von Eastwick". Diese Frauen sind für mich schlicht merkwürdige Wesen mit ein paar zu menschlichen Eigenschaften und aus männlicher Sicht geschilderten weiblichen Begierden gespickt mit Hexenklischees. Ob ich mir nun auch den kürzlich als Taschenbuch erschienenen Folgeroman von John Updike "Die Witwen von Eastwick" zulegen werde - ich bin skeptisch und unschlüssig.
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Mittwoch, 30. September 2009
Dienstag, 29. September 2009
ansichten zur nächstenliebe
„Die Ferneren sind es, welche eure Liebe zum Nächsten bezahlen; und schon wenn ihr zu fünfen miteinander seid, muss immer ein sechster sterben. Meine Brüder, zur Nächstenliebe rate ich euch nicht: ich rate euch zur Fernsten-Liebe.“
„Warum sollen wir das? Was soll es uns helfen? Meine Liebe ist etwas mir Wertvolles, das ich nicht ohne Rechenschaft verwerfen darf. Sie legt mir Pflichten auf, die ich mit Opfern zu erfüllen bereit sein muß. Wenn ich einen anderen liebe, muß er es auf irgendeine Art verdienen. (...) Aber wenn er mir fremd ist und mich durch keinen eigenen Wert, keine bereits erworbene Bedeutung für mein Gefühlsleben anziehen kann, wird es mir schwer ihn zu lieben. Ich tue sogar unrecht damit, denn meine Liebe wird von all den Meinen als Bevorzugung geschätzt; es ist ein Unrecht an ihnen, wenn ich den Fremden ihnen gleichstelle.“
Friedrich Nietzsche zeigt in „Also sprach Zarathustra“ eine ebenso kritische Haltung zu dem Konzept der Nächstenliebe, wie Siegmund Freud in „Das Unbehagen in der Kultur“. Beide haben – finde ich – nicht ganz unrecht. Aber auch nicht ganz recht. Denn das Gebot der Fernstenliebe muss nicht selbstständig neben dem der Nächstenliebe stehen. Inwiefern beide Gebote identisch sind, hängt davon ab, wie eng der Kreis der Nächsten zu ziehen ist. Zu den Nächsten müsste zumindest aus christlicher/jüdischer Sicht aber genauso ein Feind, auch jeder Fremde, jeder Fernste gehören. In diesem Sinne sind Fernsten-Liebe und Nächstenliebe gleichzusetzen. Kompliziert erscheint mir hingegen das von Siegmund Freud betrachtete Verhältnis von Nächstenliebe und Gerechtigkeit: Wenn ich nicht zwischen verschiedenen Nähestufen differenziere, ist das nächstenliebende Verhalten ungerecht? Sämtliche Menschen gleich zu behandeln, heißt doch ebenfalls Freundschaft und Liebe nicht offenzulegen. Dennoch lässt sich die Funktion einer Forderung nach absoluter Gleichheit erklären. Denn Nächstenliebe drückt möglicherweise aus, dass potentiell viele zu „den Meinen“ werden können. Im Sinne eines „Liebe den Nächsten, denn er ist wie du“, dient der Gedanke der Zerstörung eines künstlichen Feindbildes. Aus der Forderung nach einer gleichen Behandlung wird so eine Erinnerung an die Gleichheit der Menschen.
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Mittwoch, 23. September 2009
alltäglich schönes: mauerwerke
Komplexitätsreduktion ist natürlich was feines. Aber es ist schon auch schade um die vielen hübschen, schönen Kleinigkeiten, die durch dieses Filtern von Informationen der Aufmerksamkeit entgehen. Ohne in ein Lobpreis der Mückchen und Gräschen und Sandkörnchen zu verfallen, es gibt an Häusern schon ein paar sinnige, wenn auch teils altmodische Dinge zu sehen:
An einer Mauer an einer stark befahrenen Straße, die Teil meines Joggingwegs ist, viel mir irgendwann dieser komische Geselle auf. Irgendwie sitzt er in der Mauer nahe des Eingangs zu einem Wohnhaus. Ob es ein Kind ist, oder ein Schutzengel, oder ein Dämon?
Coole Regenrinnen.
Ob dieser Hausspruch auch innen hilft?
In einer Innenstadt außerhalb von Bayern finde ich religöse Symbolik an einem sonst völlig weltlichen Haus schon erstaunlich.
Manchmal auch einfach nur Farbe.
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